Für guten Wein braucht es gute Trauben
Der Kellermeister übt den Beruf eines Begleiters aus. Seine Aufgabe ist es, die manchmal verborgenen Qualitäten in den Trauben zu entdecken und hervorzuheben. Aber auch hier gilt: Von nichts kommt nichts. Was die Trauben nicht mitbringen, kann nie im Wein gefunden werden.
Die Önologie erschafft nichts Neues, allein die Natur erschafft.
Um die Natur mit ihrem Reichtum zu entdecken, braucht der Mensch jedoch Intuition, Erfahrung und Einfühlungsvermögen.
Ein gehaltvolles Terroir kann einen ausdrucksreichen Wein hervorbringen, aber auch ein gewöhnliches, seelenloses Getränk, wenn Talent, Genauigkeit und Können fehlen.
Es braucht also reichhaltige Trauben und Gefühl, um einen markanten Wein zu erzeugen.
Mit Wein kann man den Durst nicht löschen, somit ist Wein kein eigentliches Getränk. Sondern viel mehr: Nahrung für Körper und Geist.
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Wenn der Wein sich uns erkenntlich zeigen will, bietet er sich uns mit Charakter, Eleganz, Rasse und Schönheit an und berührt uns mit seinem heiteren Ausdruck.
Raoul Cruchon, Önologe
“Der Wein selbst muss der wichtigste Künstler des noblen Getränks bleiben, denn seine Aufgabe ist nicht nur zu gefallen, sondern auch zu berühren.”
Michel Bettane, Journalistin
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